Bildschirmarbeit
Blendung durch die Lampe am Bildschirm vermeiden
Wie direkte und reflektierte Blendung entstehen — und mit welcher Aufstellung sich beides vermeiden lässt.
Eine Tageslichtlampe soll die Bildschirmarbeit angenehmer machen, kann bei falscher Aufstellung aber genau das Gegenteil bewirken: Blendung. Dabei lohnt sich eine Unterscheidung zwischen zwei Arten von Blendung, die im Alltag oft vermischt werden, aber unterschiedliche Ursachen und Lösungen haben.
Direkte Blendung: die Lichtquelle selbst im Blick
Direkte Blendung entsteht, wenn die Lampe selbst im direkten Sichtfeld liegt — etwa weil sie zu nah am Monitor oder zu weit vorn auf dem Schreibtisch steht und beim Blick auf den Bildschirm ins Auge fällt. Abhilfe schafft in der Regel eine seitliche Aufstellung, bei der die Lampe die Arbeitsfläche beleuchtet, ohne selbst in Blickrichtung des Monitors zu stehen. Eine Faustregel vieler Nutzer: Die Lampe steht seitlich versetzt, nicht auf einer Linie zwischen Auge und Bildschirm.
Reflektierte Blendung: das Spiegelbild auf dem Monitor
Die zweite Art ist subtiler: Reflektierte Blendung entsteht, wenn Licht von der glänzenden Oberfläche des Bildschirms zurückgeworfen wird und dort ein störendes Spiegelbild der Lampe oder des Fensters erzeugt. Das passiert besonders bei glänzenden Displays und bei einer Lampe, die schräg von hinten oder von der Seite direkt auf den Bildschirm strahlt statt auf die Arbeitsfläche davor. Ein leicht schräg gestellter Monitor oder eine veränderte Lampenposition helfen hier oft schneller als ein komplett neues Gerät.
Grundsätzliche Hinweise zur Positionierung am Arbeitsplatz haben wir bereits in unserem Ratgeber „Tageslichtlampe am Arbeitsplatz" zusammengefasst — dieser Ratgeber vertieft speziell das Thema Blendung.
APMIEK Doppelkopf Schreibtischlampe LED dimmbar
38,99 €
Preis geprüft am 20.07.2026 — maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
Preis auf Amazon prüfenDie seitliche 90-Grad-Aufstellung als Ausgangspunkt
Viele Ergonomie-Ratgeber empfehlen als Ausgangspunkt eine Aufstellung der Lampe seitlich im rechten Winkel zur Blickrichtung auf den Monitor. So beleuchtet die Lampe Tastatur, Maus und Unterlagen gleichmäßig, ohne direkt ins Auge zu fallen oder sich im Bildschirm zu spiegeln. Von diesem Ausgangspunkt aus lässt sich die genaue Position dann an den eigenen Schreibtisch und die persönliche Sitzhaltung anpassen.
Kontrast zwischen Bildschirm und Raum gering halten
Ein oft unterschätzter Faktor ist der Helligkeitsunterschied zwischen dem selbst leuchtenden Bildschirm und der Umgebung. Sitzt man in einem sehr dunklen Raum vor einem hellen Monitor, wird das Auge stärker beansprucht als bei einer ausgewogenen Grundhelligkeit im Raum. Eine Tageslichtlampe, die den Bereich um den Monitor herum mit beleuchtet statt nur einen einzelnen Lichtkegel zu erzeugen, kann diesen Kontrast abmildern.
Wie sich das mit der übrigen Raumbeleuchtung im Homeoffice kombinieren lässt, beschreiben wir in unserem Ratgeber „Tageslichtlampe im Homeoffice richtig platzieren".
Technische Begriffe rund um blendfreies Licht
Neben der Aufstellung spielt auch die Lichtqualität der Lampe selbst eine Rolle: Ein flimmerfreier Betrieb wird von vielen Nutzern bei langer Bildschirmarbeit als angenehmer empfunden. Was die Begriffe „flimmerfrei" und „UV-frei" konkret bedeuten, erklären wir in unserem Ratgeber „Flimmerfrei und UV: Was bedeutet das?". Was Herstellerangaben zu Lux und Helligkeit bedeuten, ordnen wir in „Lux und Helligkeit verstehen" ein.
Wenn die Blendung trotzdem bleibt
Lässt sich Blendung trotz veränderter Position nicht vollständig vermeiden, kann ein matter statt glänzender Bildschirm, ein zusätzlicher Blendschutzaufsatz oder eine Lampe mit stufenlos verstellbarer Neigung helfen, den Lichtkegel noch genauer auszurichten. Eine Übersicht flexibler Modelle mit Neigungsverstellung finden Sie in unserer Kategorie Schreibtisch & Arbeitsplatz.